Bericht - Detail

17.08.2002

Hochwasserhilfe für Bbr Bacchus

Durch anhaltenden Regen und Zufluss mehrerer Hochwasser führender Nebenflüsse der Donau kam es Mitte August im östlichen Österreich zu verheerenden Überschwemmungen mit Ausmaßen, die das Hochwasser 1954 sogar übertrafen. Unser Bundesbruder Matthias Hördinger v. Bacchus aus Schönbühel wurde ebenso wie viele andere Bewohner von Ortschaften an der Donau und im Kamp-, Krems und Weitental von dieser Naturkatastrophe (heuer schon zum zweiten Mal!) heimgesucht. Am Mariä Himmelfahrtstag erging an alle Bundesbrüder per Newsletter der Aufruf, sich am Samstag, dem 17. August um 0700 im Nibelungenturm einzufinden, um anschließend in Kolonne nach Schönbühel zu fahren und bei den Aufräumarbeiten mitzuhelfen. Weitere Details zu diesem Vorhaben sind noch am Tarockabend bzw. über unsere Homepage verlautbart worden. Als dann der Tag der Arbeit angebrochen war, konnten wir eine Mannschaft von 22 Bundesbrüdern, einem Spefuchsen und zwo Freunden Nibelungiae zusammenstellen. Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Arbeitshandschuhen und jede Menge Werkzeug sind wir um zirka 0730 in Schönbühel 17 eingetroffen, wo wir uns in zwo Gruppen aufteilten. Erste schaufelte den Letten (vom Hochwasser mitgeführter Lehm) aus dem Garten, der damit bis zu 15 cm dick bedeckt war, die andere befreite Mobilar und Inventar von Schlamm und sonstigen Verunreinigungen. Vieles - durch das Eindringen des Wassers in den Keller kaputt und unbrauchbar - wurde an den Rand der Straße verfrachtet, wo es der baldigen Entsorgung harrte. Zwischendurch stärkte sich die Räumungstruppe mit Wurstsemmeln, in der Mittagspause labten sich alle an einer kräftigen(den) Gulaschsuppe. Am Nachmittag kämpfte nur mehr die halbe Belegschaft, jedoch unvermindert weiter. Es wurden im Bacchus-Keller sämtliche Öllampen - neben der zerstörerischen Gewalt des Wasser, trat auch noch Heizöl aus den Tanks aus - abmontiert. Als der Keller wieder gereinigt war, kamen die diversen Geräte wieder an ihren Platz. Der Tag klang für einen Rest von vier Bundesbrüdern bei einer Brettljause mit Gerstensaft gegen 22 Uhr aus.
Roland Klinger v/o Octavian